
Roggen taucht in der Geschichte der Getreidepflanzen später auf als der Weizen. Im Mittelalter war er in Europa wesentlich weiter verbreitet als heute. In der Schweiz wurde Roggen in den Gebirgstälern bis 1400 m Höhe angebaut (Wallis und Reusstal). Roggen ist frostresistent bis -25 °C.

Anbau
Vor 200 Jahren wurde Roggen hauptsächlich in England angebaut. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Mitteleuropa (hauptsächlich Winter-Roggen-Anbau), besonders in Mittel- und Ostdeutschland, Polen, Tschechei, Slowakei, im mittleren und nördlichen Russland, in Ostseeland-Staaten und auch in begrenzten Gebieten Kanadas, Spaniens, Portugals, den USA und Argentinien.
Aussehen
Das Roggenkorn hat eine schlankere Form als der Weizen und zeichnet sich durch eine graugrünliche Farbe aus.
Analyse
100 g Roggen enthalten:
69 g | Kohlehydrate |
1 g | Eiweiss |
| Vitamin B1 |
| Vitamin B2 |
| Kalium |
| Kalzium |
| Magnesium |
360 kcal, 1506 kJ
Verwendung
Aus Roggen wird Roggenschrot und Roggenmehl von unterschiedlicher Körnung und Typenzahl hergestellt. Ebenfalls wird Roggen zum Backen von Brot, Knäckebrot und zur Herstellung von Getreideschrotbreien und Roggenflocken verwendet. Roggenmehle hell und dunkel werden zur Herstellung von Spezialgebäck verwendet.
Nicht verwendbar bei Glutenallergien in der Ernährung (Zöliakie und Sprue-Krankheit).

