Meilensteine

1892

Kauf der Kundenmühle in Amlikon TG durch Heinrich Zwicky von Mollis. Die Lohnmüllerei wird gemeinsam mit seiner Ehefrau, zwei Söhnen und einer Tochter betrieben.
Im Jahre 1911 wird die Mühle Amlikon verkauft. Sie hat jedoch ihren Fortbestand als Kundenmühle bis nach dem 2. Weltkrieg.

1911

Kauf des Areals der stillgelegten Zementfabrik der Portland AG im Hasli, Gemeinde Wigoltingen, und Wiederaufbau der früher stillgelegten Mühle Hasli durch die Familie Zwicky.
Der erste Eintrag im Handelsregister lautet: „Firma Heinrich Zwicky und Söhne, Mais- und Roggenmühle, Hasli, Müllheim-Wigoltingen.
Ausser Mais und Roggen wird im jungen Familienbetrieb auch Brotweizen im Lohnauftrag für die Bauern der Umgebung verarbeitet“. Die Haslimühle wird 1448 erstmals urkundlich erwähnt.
1653 fiel sie einem Totalbrand zum Opfer. Wieder aufgebaut, wurde sie 1662 von der Gemeinde Wigoltingen käuflich übernommen. Diese hat die Mühle verpachtet und ihre Bürger verpflichtet, gegen Busse ihr Getreide in der Haslimühle vermahlen zu lassen.
Bis 1861 wurde die Mühle ausschliesslich mit der Wasserkraft des Kemmenbachs betrieben. Später bediente sie sich jedoch der Wassernutzung des Thurkanals, welcher in Weinfelden der Thur entnommen und ihr in Pfyn wieder zugeführt wurde. Der Thurkanal wurde 1971 als Folge von Rechtsstreitigkeiten stillgelegt und eingedeckt.

1914

Aufnahme der Gerstenverarbeitung. Der erste Weltkrieg hat zur Folge, dass die Nahrungsmittelversorgung insbesondere aus Deutschland stark erschwert wird, was die Eigenproduktion von Gerstenprodukten wie Rollgerste und Gerstenmehl begünstigt.

1915

Umbenennung der Firmenbezeichnung in „Heinrich Zwicky und Söhne, Schweiz. Rollgerstenfabrik, Müllheim-Wigoltingen“.

1920

Tod von Heinrich Zwicky  jun., des älteren Sohnes, anlässlich eines Besuches der Leipziger Messe. Er wurde das Opfer eines verirrten Geschosses während der Streikunruhen. Mit der Leitung des jungen Unternehmens wird nun Emil Zwicky-Häberlin betraut.

1921

Die Produktepalette wird mit der Verarbeitung von Erbsen zu Suppenmehl erweitert.

1923

Änderung des Fimennamens in die noch heute verwendete Bezeichnung „Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG“.

1928

Neubau der Weizenmühle und Erweiterung der Geschäftstätigkeit durch die Aufnahme der Handelsmüllerei. Zahlreiche Bäckereien der Umgebung werden fortan mit Backmehlen beliefert.

1929

Bau der Futtermühle an der Bahnlinie. Die Bauern und Käser der Umgebung werden mit Einzelfutter für Rindvieh und Schweine beliefert. Nach Rezepten der Tierhalter werden einfache Futtermischungen hergestellt.

1930

Als erste Firma in der Schweiz wird die Verarbeitung von Hirse aufgenommen. Hirseprodukte waren im Speisezettel jener Zeit wenig oder Überhaupt nicht bekannt.

1935

Im Bereich der Futtermühle werden die ersten Getreide-Silos mit einem Fassungsvermögen von 2000 Tonnen gebaut. Sie dienen zur Lagerung von Futtergetreide sowie von Erbsen und Hirse.

1938

Der erste Getreide-Hochsilo mit einer Lagerkapazität von 2’360 Tonnen wird erstellt.

1944

Tod des Firmengründers Heinrich Zwicky im Alter von 83 Jahren.

1946

Beginn der Herstellung von Birchermüesli der Marke „Frutifort“ in Lizenz der Firma Maggi AG, Kemptthal. Seit 1971 wird die Marke als Eigenprodukt bis zum heutigen Tag weitergeführt.

1952

Um- und Ausbau der Futtermühle zum Kraftfutterwerk. Die Fabrikation von Mischfutter wird aufgenommen. Das Sortiment der Tierfutter wird wesentlich erweitert und deren Rezepturen nun auf wissenschaftlicher Basis hergestellt.

1956

Lizenzvertrag mit Prof. Dr. Kollath und Start der Fabrikation des bis heute erfolgreichen Zwicky-Markenartikels „Kollath-Frühstück“.
Später werden weitere Spezialitäten wie Hirseflocken, Weizenkeimflocken und Sojaflocken nach dem Kollath-Verfahren entwickelt.

1961

Tod von Emil Zwicky-Häberlin im Alter von 71 Jahren. Der älteste Schwiegersohn, Prof. Dr. Emil Staiger, wird Präsident des Verwaltungsrates. Die Schwiegersöhne Heinrich Klopfenstein und Ernst Uhlmann übernehmen die Geschäftsleitung.

1965

Bau des ersten Bahnsilos mit einem Fassungsvermögen von 3’300 Tonnen.

1966

Neubau der Auto-Reparaturwerkstatt mit Waschraum, Lastwagen-Garagen und Tankanlagen.

1967

Die alte Spezialmühle, Teile der Weizenmühle sowie Magazine fallen einem Grossbrand zum Opfer.  Der Wiederaufbau erfolgt innert 18 Monaten.

1969

Neubau des Kesselhauses und der Backstube.

1973

Bau des Personalhauses und der Werkstatt- und Zivilschutzanlagen.

1974

Bau einer neuen Kleinpackerei samt Infrastruktur sowie Magazinen und Verladerampe.

1975

Erweiterung der Getreidesilos an der Bahnlinie (Bahnsilo II) mit einer Kapazität von 5’000 Tonnen.

1976

Tod von Heinrich Klopfenstein im Alter von 64 Jahren. Die Gesamtleitung des Unternehmens wird Ernst Uhlmann übertragen.

1977

Erweiterung der Futterwarensilos im Betrieb II um 2’000 Tonnen und Ausbau der Mischfutterfabrikation.

1978

Bau von Mehl-Lagersilos für Loseverlad und Erneuerung der Flockieranlage.

1979

Ernst Uhlmann, Müllheim-Wigoltingen, wird Präsident des Verwaltungsrates.

1982

Bau einer neuen Spezialmühle für Gerste, Hirse, Mais und Soja. Erweiterung der Kleinpackerei für Lebensmittel-Spezialprodukte.

1983

Um- und Neubau der Weizenmühle.

1985

Neubau der Präparierungsanlagen für Hülsenfrüchte und Reis.

1985

Übernahme der Aktivitäten der Unteren Mühle Bottighofen AG.

1988

Erweiterung der Siloanlagen im Bahnbereich (Bahnsilo III) mit einem Fassungsvermögen von 13’400 Tonnen. Die Silokapazität des Unternehmens wird damit auf rund 27’000 Tonnen und 194 Zellen erweitert.
Neubau einer Getreidesammelstelle mit Getreidereinigung und -trocknung.

1989

Gründung der Import- und Vertriebsgesellschaft Zwicky Deutschland GmbH mit Sitz in Viernheim, ab 1992 in Kaiserslautern. Ab 1997 in eigenen Gebäuden in Rodenbach.
Übernahme und Stilllegung der H. Haag AG, Aumühle, Frauenfeld.

1990

Mehrheitsbeteiligung an der Hungerbühler AG, Zweibruggenmühle, St.Gallen.

1991

Stilllegung der Unteren Mühle Bottighofen AG. Verlegung der Mehlproduktion nach St. Gallen.

1992

100-Jahre-Jubiläum der Firma E. Zwicky AG.
Weiterausbau der Flockenproduktion durch ein neues Flockierwalzwerk und einer Flockentrocknungsanlage.

1994

Zwicky erhält die Zertifizierung nach ISO 9001.

1997

Verkauf der Firma E. Zwicky AG (100 %) an die JTM Klopfenstein Holding AG mit Sitz in Wigoltingen. Eigentümer der JTM Klopfenstein Holding AG sind die Geschwister Jürg, Thomas und Monika Klopfenstein, die gleichzeitig auch den Verwaltungsrat der E. Zwicky AG bilden.
Jürg Klopfenstein wird Verwaltungsratpräsident und Thomas Klopfenstein übernimmt die Geschäftsleitung der Firma E. Zwicky AG.
Spatenstich zum Neubau eines hochmodernen Futtermittelwerkes.

1998

Eröffnung des Zwicky-Fabrikladens für Direktverkauf in Müllheim-Wigoltingen.

1999

Stilllegung der Hungerbühler AG, Zweibruggenmühle, St. Gallen und teilweise Verlegung der Mehlproduktion zu Zwicky nach Müllheim-Wigoltingen.

2000

Inbetriebnahme des neuen, computerisierten Futtermittelwerkes, konzipiert für die Fabrikation von GVO-freien Produkten für die Tierernährung.
Einführung der Expandertechnologie im Mischfutterbereich.

2001

Installation einer vollautomatisierten Mehltrocknungsanlage.
Neubau des Heizkraftwerkes für firmeneigene Energie- und Dampfversorgung.

2003

Ausbau der Lebensmittelproduktion durch eine neue, vollautomatische Anlage mit Misch- und Abfüllstationen zur Herstellung  von Instant-Produkten.
Qualitäts-, Umweltschutz- und Arbeitssicherheitszertifizierung (ASA) nach ISO 9001: 2000 / ISO 14001: 1996
Einführung eines Hygienekonzeptes für den gesamten Fabrikationsbetrieb.

2004

Zertifizierungen nach BRC (British Retail Consortium) und IFS (International Food Standard).
Installation einer neuen Besprühungsanlage für Cerealien.
Produktionserweiterung und Herstellung von Hirseöl-Produkten unter dem Markennamen "Hirsana".

2005

Beitritt zum Programm Klimaschutz und Reduktion CO2.
Einbau einer Anlage zur Energie-Einsparung. Die gesamte Beheizung der Räume (Büro, Fabrikation und Garage) erfolgt durch Wärmerückgewinnung mit Kondenswasser.

2007

Produktionserweiterung Kleinpackerei und Auslieferungslager.
Ausbau Fabrikladen mit Renovation Bürogebäude.

2009

Übernahme der Marke melior gourmet der Firma Haefliger AG und gleichzeitige Übertragung des Futtermittel-Bereiches.

2010

Konzentration auf Nahrungsmittel und Einstellung der Futtermittel-Fabrikation.
Neubau eines Lagergebäudes sowie Umbau der Futtermühle in eine Spezialschälmühle.



1911

 


1914 

 


1921

 


1930

 


1930

1944

 


1946






Thurtal-Linie SBB

1969


1992






2003

 


2007

 


2010



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